Zeichenprozesse in Goethes »Wahlverwandtschaften«

Überlegungen anlässlich einiger Aufsätze von David Wellbery und Jochen Hörisch (fragmentarische Rohfassung)

1Den polymorphen Prozessen von Zeichenproduktion, -deutung und -verkennung in Goethes Wahlverwandtschaften gilt seit einigen Jahren das berechtigte Interesse texttheoretisch argumentierender Literaturwissenschaft. Goethes enigmatischem, subsumierend-reduktiver Deutung souverän sich entziehendem Roman kam und kommt dabei einsichtig genug nicht selten der Status eines Prüfsteins für den eigenen Umgang mit literarischen Texten zu. Im folgenden abbreviaturhaft-fragmentarischen Entwurf will ich, ausgehend von Aufsätzen David Wellberys1 und Jochen Hörischs2, die Frage nach Zeichenordnungen und Zeichenprozessen in den Wahlverwandtschaften erneut aufgreifen. Mein Vorgehen ist folgendes: Zunächst sollen zentrale Perspektiven der Analysen Wellberys und Hörischs aufgerissen werden (1, 2); im Anschluss daran sei der Versuch gemacht, die Ansätze beider gleichsam dialogisch miteinander in Beziehung zu setzen (3); unterm Signum der Dekonstruktion schließlich will ich versuchen, die spezifische Textur des Romans rekonstruierend zu hintergehen (4); zuallerletzt ziehe ich noch einige Folgerungen allgemeinen Inhalts für die Arbeit der Lektüre (5).

1Desorganisation symbolischer Ordnungen und Unendlichwerden der Welt: David Wellbery

2David Wellberys Auseinandersetzung mit den Wahlverwandtschaften ist um einen semiotischen Begriff des Symbolischen zentriert, der all das unter sich begreift,

was einen Platz, eine systematische Position hat und also seiner Stelle entrückt werden kann. Das Symbolische ist kein bloß ästhetisches, sondern ein allgemein kulturelles Phänomen und ist somit immer auf eine Ordnung bezogen, die Gesetzescharakter hat. (Wellbery 1985, S. 291)

3Einem solchen Begriff des Symbolischen entsprechend geht es im Roman um »Themen, die von vornherein in symbolischen Ordnungen artikuliert sind« (Wellbery 1985, S. 292), d.h. »um Trennungen und Verbindungen, um Ökonomie, Geburt, Tod, Ritual und natürlich auch um die Ausrichtung des Begehrens« (Wellbery 1985, S. 291). Die Interpretation Wellberys will mit dem Symbolischen also keine einer quasi-metaphysischen Weltanschauung korrespondierende semantische Tiefenschicht der literarischen Fiktion suggerieren, vielmehr macht sie es sich zur Aufgabe, sich »mit dem Symbolischen als mit einem durchaus weltlichen Phänomen zu befassen, d.h. mit den Organisationsformen von Erfahrung, die die Handlungswelt des Romans – und den Roman selbst – bestimmen.« (Wellbery 1985, S. 292)

4Die Hauptthese Wellberys nun besagt, dass der »geschichtlich-kulturelle Vorgang, den die Wahlverwandtschaften inszenieren« (Wellbery 1985, S. 292), sich als Desorganisation der hergebrachten symbolischen Ordnungen dechiffrieren lässt, als »Auflösung eines verbindlichen Allgemeinen, deren Symptomen, Gründen und Konsequenzen in den verschiedensten Lebensbereichen nachgespürt wird.« (Wellbery 1985, S. 292) Wellbery benennt in diesem Zusammenhang drei – auf tiefgreifende kulturelle Transformationen verweisende – Tendenzen, die den Verlust der traditionellen symbolischen Ordnungen kennzeichnen: 1. die »Ersetzung des symbolischen Amtes durch eine berufliche Funktion« (Wellbery 1985, S. 293) – was Wellbery an Mittler, dem Gehülfen und dem Hauptmann und an deren Konjunktion mit beruflich ausgeübten (bürgerlichen) Wissensmächten zu zeigen versucht;3 2. die »Loslösung des Signifikanten aus einer vorgegebenen symbolischen Ordnung« (Wellbery 1985, S. 293), wodurch die Zeichen eine den Menschen beinahe magische Eigenmacht entwickeln können;4 3. die »Annullierung des väterlichen Prinzips« (Wellbery 1985, S. 304), die freilich – dies sei gegen Wellbery gesagt – nur eine scheinbare ist, hat sich das ›Gesetz des Vaters‹ doch bereits der psychischen Struktur der Subjekte eingeprägt, reicht die Prädominanz des väterlichen Gesetzes als patriarchalen Strukturprinzips doch tiefer, als die von Wellbery angeführten – auch anders interpretierbaren – Handlungen der Roman-Protagonisten vermuten lassen. Wie dem auch sei, fest zu halten bleibt jedenfalls, dass aus der Zerstörung der traditionellen symbolischen Ordnung eine Situation entsteht, »in der das menschliche (und vor allem das männliche) Begehren sich auf einen unendlich entfernten und damit unerreichbaren Gegenstand richtet, den es allerdings nur im Imaginären, im Bilde hat (›besitzt‹).« (Wellbery 1985, S. 300) Paradigmatisch sichtbar wird dies an der einen Wandel in der Struktur des begehrten Gegenstands anzeigenden Neudefinition der Frau, die nunmehr nicht »als empirisch gegebene Kombination von körperlichen und symbolischen Werten […] begehrenswert [ist], sondern nur als Bild – und zwar als Bild der idealen Mutter.« (Wellbery 1985, S. 297) Die hier aufscheinende Konjunktion von Jungfräulichkeit und reiner Mütterlichkeit prägt die Figur Ottilies, deren Schicksal die angesprochene neue Struktur des begehrten Gegenstands inszeniert;5 das aber heißt:

Die Ottilie lieben, lieben nicht einen Teil des Geschlechts, sondern dessen Idee, die in ihr eine imaginäre Präsenz gewinnt. Das prekäre Verhältnis nicht nur zur symbolischen Ordnung, sondern auch zur eigenen Körperlichkeit, das die Figur Ottiliens kennzeichnet, ist nur die Konsequenz dieses Sachverhalts: dem Feld der symbolisch organisierten Körper entrückt, bleibt der begehrten Frau nur die problematische Existenzweise eines Bildes, in der ja Ottilie schließlich ganz aufgeht. (Wellbery 1985, S. 297)

5Goethes Wahlverwandtschaften verzeichnen somit durchaus »einen konkret gedachten geschichtlichen Wandel: aus einer nach den Symboliken der Religion und der Aristokratie organisierten Erfahrungswelt geht eine neue Welt hervor, die entscheidend von theoretischen Mächten geprägt wird.« (Wellbery 1985, S. 306) Diese Transformation wird nach Wellbery vor allem in der Struktur des Begehrens manifest, das in Bezug gesetzt wird »zu einem unendlichen Gegenstand, der als die Ganzheit der Natur oder als die Idee der Frau erscheinen kann.« (Wellbery 1985, S. 306) Entscheidend für die neue Form des Begehrens ist aber »die Bindung an ein Bild, in dem sich der Gegenstand zugleich gibt und entzieht« (Wellbery 1985, S. 307); dieser Bindung ans Bild freilich ist der Tod immanent, und zwar als »Tod des Gegenstandes in seinem Bildsein« (Wellbery 1985, S. 307) und als »eigentliche[s] Ziel des Begehrens« (Wellbery 1985, S. 307). So kristallisiert sich als kulturelle Grundkonstellation die Konstellation Bild – Begehren – Tod heraus, die mit den aufs Unendlichwerden der bürgerlichen Welt verweisenden Tendenzen der Entgrenzung von Handlungswelt, Wissensproduktion und Verkehr sowie der Entortung von Gegenständen und Symbolen, die diese zu Ausstellungswerten verhält, verknüpft ist.6

6Wellbery zeigt diese Prozesse »anhand eines Paradigmas [auf], das der Roman entlang seiner Handlungsachse entfaltet« (Wellbery 1985, S. 310), anhand des sogenannten K-Paradigmas, das »die Gegenstände, die es umfaßt, in einen metaphorischen Bezug zueinander« (Wellbery 1985, S. 311) setzt. Chemisches Kabinett, Kahn, Koffer, Kataloge, Kästchen, Naturalienkabinett und Camera obscura lassen die Welt des universellen Verkehrs im Handlungsraum des Romans wirksam werden und konterkarieren die vermeintliche Privatheit der Existenz seiner Protagonisten. Die Elemente dieses K-Paradigmas, die als Operatoren »die abstrakte Ebene der gesamtgesellschaftlichen Tendenzen mit der konkreten Ebene der erzählten Handlungen verbinden« (Wellbery 1985, S. 312), verweisen somit auf zentrale gesellschaftliche Transformationen, denen die Welt des Romans unterliegt, nämlich auf »die Verflüssigung der Verhältnisse durch den Handel und die Mode, die technische Reproduktion von Bildern, die Ersetzung von natürlichen und symbolischen Bindungen durch den Ausstellungswert, die Reifikation und Sensationalisierung der Natur – auch die des Menschen – durch die Wissenschaften.« (Wellbery 1985, S. 312) Wellbery fasst die Ergebnisse seiner Analyse der Desorganisation symbolischer Ordnungen und des Unendlichwerdens der Welt in Goethes Wahlverwandtschaften folgendermaßen prägnant zusammen:

Die aufgezeigten Prozesse der Desymbolisierung, der Entgrenzung und Entortung verdichten sich überall zur Grundkonstellation Bild – Begehren – Tod. Diese ist die Matrix, aus der die ganze Romanhandlung hervorgeht. Anders ausgedrückt: Die Entfaltung der Geschichte entlang dem narrativen Syntagma gehorcht der Logik eines Begehrens, dem nur im Bilde sein Gegenstand präsent wird. Im Bild jedoch ist dieser Gegenstand ein Totes; es ist der Tod selbst, in dem das Begehren seine Erfüllung findet. (Wellbery 1985, S. 312–313)

7Wie sich auch an der Existenz des Kindes Otto und dessen erstaunlicher Physiognomie zeigt, geht es im Roman »um ein Begehren, dessen Gesetz es ist, nur im Imaginären seinen Gegenstand zu haben.« (Wellbery 1985, S. 314) In der Ähnlichkeitsbeziehung des Kindes zum Hauptmann und zu Ottilie, in der die historischen Ablösung des aristokratischen Paars bildhaften Ausdruck gewinnt, kommt für Wellbery zudem zweierlei zum Vorschein: zum einen, »daß die Erfüllung des ans Bild gebundenen Begehrens der Tod ist« (Wellbery 1985, S. 315), zum anderen, »daß der Mensch es jetzt unternimmt, durch seine Wissensmächte den Menschen selbst zu formen« (Wellbery 1985, S. 315). Das Produkt freilich dieser Selbstformung des Menschen erweist sich als »ein im Tod Erstarrtes« (Wellbery 1985, S. 316), das nicht mehr in die alte symbolische Ordnung integrierbar ist.

2Suprematie von Sprache und Zeit über die Subjekte: Jochen Hörisch

8Jochen Hörischs Arbeiten zu den Wahlverwandtschaften lassen Goethes Roman als »Sprach-Roman im engsten Sinne« (Hörisch 1985, S. 81) hervor treten. Die Wahlverwandtschaften erweisen sich so der geheimen Vorgeschichte der derridaschen Grammatologie zugehörig, invertieren und kritisieren sie doch insistent nicht nur das »phonozentrische Denken von konstitutiver Subjektivität und Sprache« (Hörisch 1979, S. 14), sondern »Formen zentrischen Denkens überhaupt« (Hörisch 1979, S. 14). Anknüpfend an Heinz Schlaffers Aufsatz über »Namen und Buchstaben in Goethes ›Wahlverwandtschaften‹«7 zeigt Hörisch, dass den im Namen Otto vereinigten Protagonisten des Romans »die Gewalt und Verbindlichkeit dieses Namens so uneinsichtig [ist], wie mythische Blindheit und – bei Ottilie – Sprachlosigkeit angesichts der Transfigurationen dieses Namens sie schlägt.« (Hörisch 1979, S. 19) Hierin schon zeigt sich die Unterworfenheit des Subjekts dem Signifikanten gegenüber, an dessen »transsubjektive[r] In(si)stanz […] die designierten Subjekte ihre Vergängnis« (Hörisch 1979, S. 20) erfahren. Doch auch Eduards Versuch, die Suprematie des Signifikanten usurpieren zu wollen, indem er im Krieg sich selbst zum Zeichen macht – »So will ich mich denn selbst […] an die Stelle des Glases zum Zeichen machen, ob unsere Verbindung möglich sei oder nicht. Ich gehe hin und suche den Tod« (W 228)8 – verkennt »die Unmöglichkeit, Konstitutionstheorie semiologisch zu wenden: Zeichen sind oktroyiert und tradiert, und ihre differenzielle Ordnung ist nicht subjektzentrisch herstellbar.« (Hörisch 1979, S. 21) Von hierher lässt sich auch das Interesse der Wahlverwandtschaften an Phänomenen der Schriftlichkeit verstehen,9 sind diese doch im Stande, die Präsenzsuggestion von Rede und Blick zu subvertieren.10

9Den Protagonisten des Romans freilich bleibt eine Einsicht in die differenzielle Aufschubstruktur von Sprache, in ihre auf dem Konnex von Absenz und Bedeutung beruhende prinzipielle Mangelstruktur, deren verdrängter Indikator die Schrift ist,11 weitgehend verwehrt. Dies dokumentieren die von Hörisch beschriebenen Sprachverfehlungen12 eindrücklich (von Eduards selbstbezüglichen Zeichendeutungen und des Hauptmanns Archivierung von Eduards Schriften nach subjektzentrischen Kriterien bis hin zu Mittlers Vertrauen auf die Suggestionskraft vermeintlich präsenter Rede). Einzig in Ottilies Verstummen, ihrem Ent-Sagen scheint sich ein Unterlaufen der signifikativen Zwänge der differenziellen Zeichenordnung andeuten zu wollen,13 doch ist hier höchste Vorsicht geboten; dem Gesetz nämlich, »daß man nicht nicht kommunizieren kann, erliegen noch die radikalsten Versuche der Sprachverdrängung.« (Hörisch 1981, S. 317) Und auch Ottilies Anorexie selbst »bildet schließlich das, was sie überwinden will: ›ein Zeichensystem‹« (Hörisch 1981, S. 318).

10Dass Ottilie damit aber zum »Paradox eines inimitablen und initerierbaren Zeichens« (Hörisch 1981, S. 318) würde, das auf die »aus nicht iterierbaren Zeichen sich konfigurierende Sprache« (Hörisch 1981, S. 318) der Literatur verwiese – wie Hörisch meint –, scheint mir allerdings wenig plausibel, entfernt eine solche Überhöhung der Ottiliengestalt diese doch allzu vorschnell aus den narrativen und figurativen Zusammenhängen des Romans, der meines Erachtens einem dekonstruktiven Impuls folgt und Fixierungen dieser Art durchaus in Frage stellt (vgl. Abschnitt 4 meiner Arbeit). Fest zu halten bleibt freilich: den konstitutiven Mangel der Sprache aufheben zu wollen,

ist die gemeinsame Figur aller imaginären Verfehlungen, von denen die Wahlverwandtschaften berichten. Statt die Subjekte gegenüber der »Suprematie de[s] Signifikanten« zu emanzipieren, zitieren die geschilderten Sprachverfehlungen dessen mythische, subjektverschlingende Macht herbei. Das imaginär gezeugte Kind ist das deutlichste wie unschuldigste Opfer dieser Verfehlung. (Hörisch 1979, S. 27)

Das im Wiederholungszwang ebenfalls mit dem Namen Otto belegte Kind nämlich als fünftes »ins Zeichen dieses aus vier Buchstaben bestehenden Namens tretende Subjekt ist, indem es die Mangelstruktur dieses mittelosen Namens imaginär aufhebt, buchstäblich überzählig; an ihm manifestiert sich zuerst die Gewalt des Signifikanten zum Tode.« (Hörisch 1979, S. 28)

11Die Häufung des Worts »bedeutend«, des Signifikanten also, »der das Signifizieren selbst signifiziert« (Hörisch 1985, S. 80), verweist nachdrücklich auf das Thema der Struktur von Bedeutsamkeit in Goethes Roman. Wie Hörisch zeigen kann, ist den Protagonisten der Wahlverwandtschaften jedoch eine »Einsicht in den wesentlichen Zusammenhang von Bedeutsamkeit und Zeitlichkeit […] versagt, weil sie einen verfehlten Kultus seiner Repräsentanten Sprache und Tod betreiben.« (Hörisch 1985, S. 82) Denn wie »Charlotte und der Hauptmann die Macht des Todes, so verdrängen Eduard und Ottilie vorrangig die der Sprache.« (Hörisch 1985, S. 83) Den Eheleuten Charlotte und Eduard, die in ihrem Kult einer todesfreien Landschaft (Charlotte) bzw. einer subjektzentrischen Sprache (Eduard) die Struktur von Bedeutsamkeit und Zeitlichkeit verfehlen, ist dabei »die Verkennung gemeinsam, zeitliches Sein und zeitliche Sprache ließen mangellos sich erfahren oder gar organisieren.« (Hörisch 1985, S. 84) Demgegenüber lassen die Wahlverwandtschaften, wie Hörisch demonstriert, die »Relationalität von Zeichen, von Zeitmomenten und von Subjekten zueinander und untereinander« (Hörisch 1985, S. 87) hervor treten, eine Relationalität, der die Endlichkeit der angeführten Relate, ihre Mangel- und Entzugsstruktur also, immanent ist. Die verschiedenen »Weisen der Erfahrung von Tod und Sprache« jedoch sind, anders als die prinzipielle »temporale Verschränkung von Sein, Zeit und Begriff« (Hörisch 1985, S. 87) durchaus veränderlich. Goethes Roman ist dieses Sachverhalts denn auch eingedenk: er verwirft nämlich »die kultischen Fehlformen von Zeit-, Todes- und Spracherfahrung bei den Romanfiguren um so entschiedener, als er die Basisstruktur von Temporalsemantik für schlechthin indisponibel erklärt.« (Hörisch 1985, S. 87) (Versäumnis ist denn auch ein konstantes Motiv des goetheschen Romans.)

3Macht der Zeichen und subjektzentrische Verkennung: Versuch eines Dialogs

12Die Frage nach möglichen Anschlusspunkten zwischen den Ansätzen Wellberys und Hörischs will ich in diesem Entwurf nur erst ganz kurz – und zudem ziemlich abstrakt – anreißen. Zentral scheint mir Hörischs Hinweis, dass die unhintergehbare Suprematie der Zeit und der Sprache über die Subjekte dadurch verlängert wird, dass diese sich in soziale Verhältnisse einpassen, die die notwendige Gewalt um eine hypostasierte ergänzen.14 Sowohl traditionell-aristokratische als auch neue bürgerliche symbolische Ordnungen und Diskurse spannen die Subjekte in ihr spezifisches Zeichenspiel ein. So heißt es z.B. im Gespräch über die Wahlverwandtschaften mit Bezug auf Verhältnisse in der »wissenschaftlichen Welt« (W 38): »Wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht ganz aus der Mode kommen wollen.« (W 38)

13Auch der bereits erwähnte verfehlte Kultus von Sprache und Tod verweist auf die Überformung des differenziellen Zeichensystems der Sprache durch kulturelle Zeichenordnungen, die die Subjekte zu bestimmten Verhaltensweisen disponieren. Dadurch jedoch, dass die Subjekte in ihrer Selbstbezüglichkeit die Suprematie des Signifikanten verdrängen, befestigen sie nur noch die vorgängige Macht der Zeichen, werden sie zu Opfern ihrer eigenen Form von Zeichendeutung sowie der Figürlichkeit ihrer Rede.

4Dekonstruktion(en) eines Romans

14Im Folgenden soll nun expliziert werden, was ich unter der Überschrift ›Dekonstruktion(en) eines Romans‹ verstehe. Es geht mir darum, zu zeigen, wie Goethes Roman bestimmte gesellschaftliche Projekte und Konstellationen subvertiert; dekonstruktiv ist jedoch auch mein eigenes Vorgehen, insofern es vor den Konstruktionen des Romans nicht Halt macht, sondern diese vielmehr ihres dekonstruktiven Potenzials inne werden lassen will, gleichsam mit dem Roman gegen den Roman argumentierend. Als versteckte Lektürehinweise des Romans können dabei Sätze heran gezogen werden wie: »sie war verwandelt, doppelt verwandelt, vorwärts und rückwärts, wie man es nehmen will« (W 218); oder: »Es bleibt zuletzt meist alles und nichts, wie es war.« (W 223) Im Rahmen des vorliegenden Entwurfs muss ich mich jedoch auf die Formulierung einiger Thesen beschränken. Die strikte Argumentation am Text bleibt einer späteren Ausarbeitung überlassen.

4.1Hermeneutik

15Hörisch hat bereits gezeigt, dass die Wahlverwandtschaften fortwährend »das homogene Kontinuum, in dessen sinnvolles Funktionieren die Hermeneutik ihr Vertrauen setzt: die Sprache« (Hörisch 1981, S. 308), subvertieren. Ablesbar wird dies an den zahlreichen Fehldeutungen, Missverständnissen und scheiternden Präsenzsuggestionen der Protagonisten. Insbesondere aber »dementiert der Anspruch Mittlers, dessen Erscheinen zahlreiche Attribute des Schutzgottes der Hermeneuten aufweist, auch den hermeneutischen Vermittlungsanspruch selbst: seine Präsenz ist die des Todes, dem er als Psychopompos dient« (Hörisch 1979, S. 19). Sein universell-ubiquitärer Verstehens- und Redewille enthüllt sich dabei »als diskursive Machtpraxis« (Hörisch 1981, S. 309). Die poetische Kritik hermeneutischen Sinnverstehens, die der Roman in Szene setzt, erstreckt sich damit auch auf Interpretationen, die die Wahlverwandtschaften als Sinnkontinuum erfassen wollen.

4.2Ästhetik

16In der Inszenierung lebender Bilder, die der versammelten Gesellschaft solch schaurig-schönes Vergnügen bereitet, und im Exponatwerden der toten Ottilie entwickelt sich eine ästhetikkritische Pointe, die auch den schönen Schein des goetheschen Romans der Mortifizierungstendenz zeiht. Indem die lebenden Bilder Kunst in Natur überführen, erzeugen sie »einen Schein der Scheinlosigkeit, des Hyperrealen im Kunstprodukt.« (Adamzik 1985, S. 185) Auf diese Weise jedoch tilgen sie den gesellschaftlichen Charakter ihres Produziertseins; den im Bild erstarrten Körpern, die dem ausgestellten Leichnam Ottilies untergründig korrespondieren, wird damit der Tod zum Konstituens ihrer ästhetischen Wirkung. Die Reaktion des Publikums ist denn auch durch »eine Art von ängstlicher Empfindung« (W 170) mitgeprägt. Auch Goethes Roman selbst, der – anders als die lebenden Bilder – diesen mortifizierenden Aspekt von Kunstproduktion offen legt, ist dem angesprochenen Zusammenhang nicht enthoben, basiert er doch notwendiger Weise auf der Mimesis an Absentes. Paradox lässt sich sagen: »Um den Preis des Lebens verweist die Kunst aufs Leben.« (Kaiser 1977, S. 80)

4.3Zeichen der bürgerlichen Gesellschaft

17Die Zeichen der bürgerlichen Gesellschaft finden auch in die Welt der Wahlverwandtschaften Eingang. Errichtung neuer (wissenschaftlicher) Formen der Wissensproduktion, Einführung von Archivierungsmethoden, Pädagogisierung der Subjekte, Ausweitung des Verkehrs, sozialtechnologische Erfassung der Bevölkerung und Universalisierung des Tauschs sind im Roman sichtbar werdende Fixpunkte einer Entwicklung, die das Subjekt zum fungiblen Wert transsubjektiver Zeichensysteme werden lässt. Die Wahlverwandtschaften erstellen dabei u.a. »ein Modell des Übergangs von der Ordnung des Opfers in die des Tauschs.« (Bolz 1981, S. 71) Das ursprünglich zum Bauopfer bestimmte Glas nämlich, das aber aufgefangen wurde, wird von Eduard um »hohen Preis […] wieder eingehandelt« (W 131). So wandelt sich ein »öffentliches Opfer […] zum privaten Kultgegenstand, zum Fetisch.« (Bolz 1981, S. 71) Der Fetischismus aber bezeugt »die Unfähigkeit, zu opfern, etwas preiszugeben« (Bolz 1981, S. 71).

4.4Logik der Repräsentation

18Der Versuch der Roman-Protagonisten, insbesondere Eduards, Zeichen auf fixe Signifikate zu beziehen, was der phonozentrischen Logik der Repräsentation eines der differenziellen Tätigkeit des Sprachsystems entzogenen vorgängigen Sinns folgt, führt immer wieder zu Verkennungen der eigenen Situation, wie Hörisch ja zeigen konnte. Jener Logik der Repräsentation bzw. Stellvertretung gehorchen auch Zeugung und kurzes Leben des kleinen Otto. In imaginärer Verschränkung, die eine chiastische Struktur aufweist, ins Leben gesetzt, vertritt er nicht nur die unmögliche Verbindung des Hauptmanns mit Ottilie; er wird insbesondere zum Repräsentanten der im Namen Otto geeinten Viererkonstellation. Dabei wird ein christologisches Modell der Stellvertretung erkennbar: das Kind soll ersichtlich als Heilsbringer fungieren, es vertritt also den Sohn Gottes, ist Repräsentant des Repräsentanten Gottes.

19Kein Zufall also ist es von hierher, dass Ottilie, die das Kind betreut, ausgerechnet mit Maria konfundiert wird. Die Viererbeziehung jedoch ist nicht durch das Einbringen eines transzendentalen Signifikats (Gott) in ihrer prinzipiellen Mangelstruktur zu supplementieren, aus der Bewegung der »différance« (Derrida)15 kann kein Element ausgenommen werden, es sei denn um den Preis seines Verschwindens. Dies wird denn auch am Kind vollzogen; es wird zum Opfer der fehlschlagenden Logik der Repräsentation, zum Indikator des unaufhebbaren Mangels an Präsenz, der dem differenziellen Zeichensystem Sprache eignet.

4.5Kultur

20Der durchgängige Ästhetizismus, der der Inszenierung lebender Bilder, der Gestaltung des Landschaftsgartens, der Renovierung der Kirche, der Verrückung der Grabsteine, etc. inne wohnt, erweist sich als ein Versuch, den Tod dadurch zu bannen, dass man ihn kulturell besetzt. Damit aber

universalisiert sich der Tod in der Mentalität derer, die ihn unter ihre Verfügung bringen wollten. Als Ordnung der Ratio, die ihn ausschließt, tritt er ins Recht: von ihr durch den Akt ihrer Zurichtung produziert, produziert er sie; erst ausgeschlossen wird er ihr immanent. (Adamzik 1985, S. 136)

Eine Kultur demnach, die den Tod verdrängt bzw. ästhetisierend bändigen will, vewandelt sich, wie Goethes Roman zeigt, »nach simpler Dialektik in eine Kultur des Todes« (Bolz 1981, S. 81)

4.6Intersexuelle Verhältnisse

21Am Verhalten des männlichen Romanpersonals, vor allem aber Eduards, gegenüber Ottilie wird offenbar, dass der Frau in patriarchalen Gesellschaften die Funktion zukommt, Projektionsfläche männlicher Wünsche zu sein. Sie muss »das Wunsch-Diskurs-Gesetz des männlichen Begehrens durchlaufen: Du wirst meine Frau-Mutter, meine Frau, wenn du (wie) meine Mutter sein willst, sein kannst = du wirst für mich die Möglichkeit sein, die (meine) Beziehung zum Ursprung immer wieder zu erneuern, zu repräsentieren, zu reproduzieren, mir anzueignen.« (Irigaray 1980, S. 50) Der den Frauen auferlegte Mangel an Selbstpräsentation, der vom männlichen Haupt-Signifikanten – dem Phallus – supplementiert wird,16 tritt auch in Goethes Roman hervor; so heißt es bezeichnender Weise von Ottilie:

Den andern Morgen sagte Eduard zu Charlotten: »Es ist ein angenehmes, unterhaltendes Mädchen.«
»Unterhaltend?« versetzte Charlotte mit Lächeln; »sie hat ja den Mund noch nicht aufgetan.«
»So?« erwiderte Eduard, indem er sich zu besinnen schien; »das wäre doch wunderbar!« (W 50)

22Geradezu frappierend passt Luce Irigarays allgemeine Beschreibung der fehlenden Bedeutungsökonomie der Frau auf Ottilies Verhalten; sie schreibt nämlich, dass

der Zugang zu einer Bedeutungsökonomie, zur Prägung von Signifikanten, zu deren Austausch […] für sie [sc. die Frau] schwierig, wenn nicht unmöglich [ist], da sie als Subjekt an der Festsetzung von deren Eichmaß, von deren Wert keinen Anteil hat. Sie borgt sie aus, ohne ihren Stempel dabei aufdrücken oder ablesen zu können. (Irigaray 1980, S. 88)

Kommentarlos stelle ich dem eine Passage aus den Wahlverwandtschaften gegenüber:

Sie [sc. Ottilie] legte das Original und die Abschrift vor Eduard auf den Tisch. »Wollen wir kollationieren?« sagte sie lächelnd. Eduard wußte nicht, was er erwidern sollte. Er sah sie an, er besah die Abschrift. Die ersten Blätter waren mit der größten Sorgfalt, mit einer zarten weiblichen Hand geschrieben; dann schienen sich die Züge zu verändern, leichter und freier zu werden: aber wie erstaunt war er, als er die letzten Seiten mit den Augen überlief! »Um Gottes willen!« rief er aus, »was ist das? Das ist meine Hand!« Er sah Ottilien an und wieder auf die Blätter; besonders der Schluß war ganz, als wenn er ihn selbst geschrieben hätte. (W 94–95)

23Erwähnen möchte ich noch Irigarays Hinweis darauf, dass die »von der Frau bevorzugte Neurose […] das ›Mimen‹ eines Kunstwerks [!], ein schlechtes Kunstwerk oder die Nachahmung davon« (Irigaray 1980, S. 159) wäre; Parallelen hierzu sind in Ottilies Bild-Werden durchaus auszumachen. Das sprachliche Verstummen Ottilies jedenfalls bietet ihr keine echte Alternative zur patriarchalen Kultur, verweist jedoch ex negativo auf das ihr von männlicher Seite auferlegte Fehlen einer eigenen weiblichen Bedeutungsökonomie.

4.7Subjektkonstitution

24Die Kritik und Subversion subjektzentrischer Denkformen, die von den Wahlverwandtschaften narrativ inszeniert wird, ist bereits in Abschnitt 2 angesprochen worden. An dieser Stelle verweise ich nur noch darauf, dass im Gespräch über die Wahlverwandtschaften, das einen Inter-Diskurs über ein mehreren Diskursen gemeinsames Vokabular vorführt, ein entscheidender Hinweis auf die Suprematie des Signifikanten über die Subjekte gegeben wird; Eduard sagt zu Charlotte: »Es ist eine Gleichnisrede, die dich verführt und verwirrt hat« (W 37). Von hier aus wäre im Einzelnen zu untersuchen, inwiefern die Roman-Protagonisten durch metaphorische und metonymale Prozesse »verführt und verwirrt« werden.

5Arbeit der Lektüre

25Goethes Wahlverwandtschaften verunmöglichen weitgehend einen Lektüretypus, der ein festes Sinngefüge in Texten eruieren will. Stattdessen fordern sie eine Arbeit der Lektüre heraus, die bereit ist, »die Ablösungsarbeit, die der Text selber betreibt, in seiner Auslegung fortzusetzen« (Hamacher 1985, S. 173). Ist die Lektüre so immer schon in den Text involviert, gilt doch zugleich auch Adornos Satz aus der Ästhetischen Theorie, dass »Kunst der Philosophie [bedarf], die sie interpretiert, um zu sagen, was sie nicht sagen kann, während es doch nur von Kunst gesagt werden kann, indem sie es nicht sagt.« (Adorno 1973, S. 113)

1 Vgl. Wellbery 1985

2 Vgl. Hörisch 1979, Hörisch 1981 und Hörisch 1985

3 Vgl. Wellbery 1985, S. 293–300

4 Vgl. Wellbery 1985, S. 301–304

5 Vgl. Wellbery 1985, S. 297

6 Vgl. Wellbery 1985, S. 307–310

7 Vgl. Schlaffer 1981 (zuerst 1972 veröffentlicht)

8 Die Seitenangaben in Klammern beziehen sich auf folgende Ausgabe von Goethes Wahlverwandtschaften: Goethe, Johann Wolfgang: Poetische Werke (Berliner Ausgabe). Bd. 12. 3. Aufl. Berlin : Aufbau, 1976

9 Vgl. die Briefe, die Mechanismen der Archivierung, das Tagebuch Ottilies, etc.

10 Vgl. Hörisch 1979, S. 22–25

11 Vgl. hierzu die Schriften Jacques Derridas, insbes. Derrida 1974

12 Vgl. hierzu Hörisch 1979, S. 18–28; Hörisch 1985, S. 82–83

13 Vgl. hierzu insbes. Hörisch 1981, S. 312–317

14 Vgl. Hörisch 1985, S. 88

15 Vgl. zu diesem Begriff z.B.: Derrida 1986, S. 66 ff.

16 Vgl. Irigaray 1980, S. 61

Literatur

  • Adamzik 1985 Adamzik, Sylvelie: Subversion und Substruktion : Zu einer Phänomenologie des Todes im Werk Goethes. Berlin : de Gruyter, 1985
  • Adorno 1973 Adorno, Theodor W.: Ästhetische Theorie / Adorno, Gretel (Hrsg.) ; Tiedemann, Rolf (Hrsg.). Frankfurt/Main : Suhrkamp, 1973 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2)
  • Bolz 1981 Bolz, Norbert W.: Ästhetisches Opfer : Die Formen der Wünsche in Goethes Wahlverwandtschaften. In: Bolz, Norbert W. (Hrsg.): Goethes Wahlverwandtschaften : Kritische Modelle und Diskursanalysen zum Mythos Literatur. Hildesheim : Gerstenberg, 1981, S. 64–90
  • Derrida 1974 Derrida, Jacques: Grammatologie. Frankfurt/Main : Suhrkamp, 1974 (frz. Original 1967)
  • Derrida 1986 Derrida, Jacques: Positionen. Graz ; Wien: Passagen, 1986 (frz. Original 1972)
  • Hamacher 1985 Hamacher, Werner: Das Beben der Darstellung. In: Wellbery, David E. (Hrsg.): Positionen der Literaturwissenschaft : Acht Modellanalysen am Beispiel von Kleists »Das Erdbeben in Chili«. München : Beck, 1985 (Beck’sche Elementarbücher), S. 149–173
  • Hörisch 1979 Hörisch, Jochen: Das Sein der Zeichen und die Zeichen des Seins : Marginalien zu Derridas Ontosemiologie. In: Derrida, Jacques: Die Stimme und das Phänomen : Ein Essay über das Problem des Zeichens in der Philosophie Husserls. Frankfurt/Main : Suhrkamp, 1979 (edition suhrkamp 945), S. 7–50
  • Hörisch 1981 Hörisch, Jochen: »Die Himmelfahrt der bösen Lust« in Goethes »Wahlverwandtschaften« : Versuch über Ottiliens Anorexie. In: Bolz, Norbert W. (Hrsg.): Goethes Wahlverwandtschaften : Kritische Modelle und Diskursanalysen zum Mythos Literatur. Hildesheim : Gerstenberg, 1981, S. 308–322
  • Hörisch 1985 Hörisch, Jochen: »Die Begierde zu retten« : Zeit und Bedeutung in Goethes »Wahlverwandtschaften«. In: Hörisch, Jochen (Hrsg.) ; Tholen, Georg Christoph (Hrsg.): Eingebildete Texte : Affairen zwischen Psychoanalyse und Literaturwissenschaft. München : Fink, 1985 (Uni-Taschenbücher 1348), S. 78–90
  • Irigaray 1980 Irigaray, Luce: Speculum : Spiegel des anderen Geschlechts. Frankfurt/Main : Suhrkamp, 1980 (frz. Original 1974)
  • Kaiser 1977 Kaiser, Gerhard: Wandrer und Idylle : Goethe und die Phänomenologie der Natur in der deutschen Dichtung von Geßner bis Gottfried Keller. Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, 1977
  • Schlaffer 1981 Schlaffer, Heinz: Namen und Buchstaben in Goethes »Wahlverwandtschaften«. In: Bolz, Norbert (Hrsg.): Goethes Wahlverwandtschaften : Kritische Modelle und Diskursanalysen zum Mythos Literatur. Hildesheim : Gerstenberg, 1981, S. 211–229
  • Wellbery 1985 Wellbery, David: Die Wahlverwandtschaften. In: Lützeler, Paul Michael (Hrsg.) ; McLeod, James E. (Hrsg.): Goethes Erzählwerk : Interpretationen. Stuttgart : Reclam, 1985 (Universal-Bibliothek 8081), S. 291–318

Geschrieben 1987 für ein Seminar von Prof. Gerhard Neumann und Christine Lubkoll

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Zeichenprozesse in Goethes »Wahlverwandtschaften« von Manfred Musch steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz

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